Bücher, die ich lesen möchte Nr. 4

Kleiner Rückblick zu Nr. 3
Weihnachtserzählungen von Charles Dickens. Immer noch nicht gelesen. Ich lasse es erstmal ruhen.
Der Herr der Ringe – Die Wiederkehr des Königs von J. R. R. Tolkien. Endlich kann ich von mir behaupten „Der Herr der Ringe“ vollständig gelesen zu haben. Es hat mir letztendlich trotz aller Schwierigkeiten und Holpersteinen sehr zugesagt.
Die Rückkehr des Sherlock Holmes von Arthur Canon Doyle. Mit Sherlock Holmes kann man einfach nie falsch liegen.
Der Wendepunkt: Ein Lebensbericht von Klaus Mann. Definitiv ein Jahreshighlight
Väter und Söhne von Iwan Turgenjew. Die Darstellung des Nihilismus fand ich doch sehr satirisch, wobei der Autor selbst sagte, dass er genau das nicht beabsichtigt hatte. Ich konnte es aber nicht anders auffassen und habe das Gefühl, jetzt vielleicht einen wichtigen Teil der Botschaft verpasst zu haben.
Die Blechtrommel von Günter Grass. War lang, fand ich gut, fand ich verrückt, war zu langwierig, Oskar machte mir Angst. Ungefähr das habe ich beim Lesen empfunden. Oskar als unverantwortlichen, vielleicht auch unehrlichen Erzähler fand ich sehr interessant, aber über solch eine Länge letztendlich sehr anstrengend.
Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley. Es zieht mich leider nicht so, dieses Buch zu lesen. Vielleicht lass ich es einfach sein.
Ausgewählte Märchen von Alexander Puschkin. Oh Puschkin, was soll ich nur mit dir machen? Du sollst ein großartiger Autor sein, sagen sie mir, doch alles was ich von dir in die Hand nehme, finde ich schlichtweg uninteressant. Ich sehe die Perfektion deiner Verse, wenn ich sie mit Objektivität betrachte, aber es bereitet mir absolut kein Vergnügen, sie zu lesen. Dementsprechend nicht (vollständig) gelesen.

Diesmal sind es wieder 8 Bücher, vielleicht lese ich diesmal aber mehr von ihnen.

Fangirl von Rainbow Rowell. Ein Buch aus der Jugendsparte – man muss ja mal bei seinem Ursprungsgenre vorbei schauen. Ich habe heute damit angefangen und glaube, dass ich es mich zwar nicht absolut vom Sockel hauen, es aber alles in allem ganz interessant wird.

Das Tal des Grauens von Arthur Canon Doyle. Ein weiterer Sherlock Holmes. Muss noch etwas anderes gesagt werden?

Weiße Nächte von Fjodr Dostojewski. Ich habe vielleicht eine oder zwei Seiten gelesen und merke, dass mich dieser Schreibstil begeistert. Es ist kurz, es ist eine Liebesgeschichte und genau sowas will ich zurzeit lesen.

Mephisto von Klaus Mann. Nach Klaus Manns hier schon erwähnten Autobiografie „Der Wendepunkt“, will ich mich noch mehr in das Werk der Mann-Familie reinlesen und wie kann ich das besser tun, als das bekannteste Werk von Klaus Mann zu lesen.

Walking the Indian Streets von Ved Mehta. Ein Bericht eines Inders, der nach seiner Studienzeit im englischsprachigen Ausland nach Indien zurückkommt und Indien bereist. Meine Ausgabe ist auf Englisch und ich da Indien ein sehr interessantes Land ist, erwarte ich einen ebenso interessanten Bericht.

Katia Mann – Die Frau des Zauberers von Kirsten Jüngling und Brigitte Rossbeck. Mann-Familie. Diesmal die Mutter und auch nur eine Biografie über diese.

Das Parfüm von Patrick Süskind. Eins der Klassiker, die irgendwer irgendwie schonmal gelesen hat. Oder zumindest den Film dazu gesehen hat. Ich noch nicht.

One Hundred Years of Sultitude von Gabriel Marcia Marquez.- Ein Familienepos. Auf Englisch. Man sollte meinen, ich würde das schaffen

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Lucy, Louisa und Jakob

„Lucy sag ich doch auch dauernd solche Sachen und sie lacht darüber, weil es ein Witz ist. Wieso regst Louisa sich dich dann so auf? Es ist ein Witz okay, ich mach halt solche Witze, ist doch klar, dass das nicht ernst gemeint ist.“
Das sagt er.
Was Jakob nicht weiß – Lucy ist magersüchtig, sie ist in psychischer Behandlung, war in einer speziellen Klinik und kann, so selbstbewusst und locker sie auch scheinen mag, nicht mit so etwas umgehen. Sie versucht es, es klappt besser. Mit ihrer Magersucht inzwischen auch, sie isst wieder, hat ein einigermaßen normales Gewicht erreicht. Es geht bergauf.
Aber mit solchen Äußerungen wie denen von Jakob fing es an. „Du bist hässlich (wie …)“ “ Du bist fett“ „Geh dich umbringen (, weil du zu hässlich für die Welt bist)“ „Du siehst aus wie meine Scheiße“….
Lucy hat gelacht, wenn sie so etwas gehört hat, tut es noch immer. Ihre eigenen Freunde sagen es zu ihr. Sie hat ihnen nie von ihrer Krankheit erzählt.
Sie sagen solche Dinge dauernd und am meisten zu ihr, weil sie nun mal viel in ihrer Nähe sind. Sie, Jakob und die anderen, können nicht wissen, was das in Lucy angerichtet hat und eigentlich noch immer anrichtet. Sie können sich nur darüber aufregen, dass Louisa ihnen sagt, dass sie das scheiße findet. Sie können nur sagen, dass es nicht ernst gemeint ist. Sie können nur auf Lucy verweisen und sie als perfektes Beispiel bringen, das ihre „Witze“ versteht.
Sie verstehen nicht, was sie da sagen. Sie sind nicht fähig, sich in solche Maße in eine andere Person reinzuversetzen. Sie denken, Louisa ist einfach nur viel zu spießig. Das ist nicht, wie es sein sollte. Das Leben sollte nicht aus solchen Beleidigungen bestehen.
Ich weiß, dass sie Lucy schätzen. Ich weiß, dass Jakob sie mag.
Wieso schaffen sie es dann nicht ihre Beleidigungen durch Komplimente zu ersetzten? Meinetwegen

Wie es ist nicht ganz deutsch in Deutschland zu sein

Damals, als ich noch nicht geboren war, wanderte mein Vater mit seinen Eltern nach Deutschland aus, den Verwandten meines Großvaters hinterher, die zurückgekehrt sind, nach Deutschland. Meinem Vater folgte dann meine Mutter – große Liebe und so.
Dann, irgendwann später, wurde ich geboren.
Bis zu meinem 3. Lebensjahr konnte ich nicht wirklich deutsch sprechen, verstand es vielleicht ein bisschen. Es ging dann schnell, das Deutsch lernen im Kindergarten, so schnell, dass ich mich heute viel sicherer in der deutschen Sprache fühle als in meiner ersten.
In der Schule hat bei mir immer alles gut geklappt, obwohl mir meine Eltern in Fächern wie Deutsch natürlich weniger helfen konnten, je älter ich wurde. Ich hab das aber nie gebraucht. Nur ein bisschen Vorwissen, Erfahrung hat mir gefehlt. Ich bin die erste in meiner Familie gewesen, die in Deutschland in die Schule gegangen ist und das ist nie ein Problem gewesen, trotzdem hätte ich mich besser gefühlt, wenn es anders gewesen wäre.
Ich habe außerhalb meine Familie wenig mit diesem Land und seiner Kultur zu tun, die meinen Verwandten so vertraut ist. Ich beherrsche die Sprache besser, sogar viel besser, als andere in meinem Alter und meiner Situation. Denn – viele dieser Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen haben mit der Zeit einfach aufgehört diese Sprache zu benutzen, als sie mehr und mehr mit der deutschen in Kontakt gekommen sind. Ich vermute, weil es den meisten unbewusst unangenehm war.
Ich spreche diese Sprache noch und das sogar akzentfrei. Trotzdem ist es so, dass ich nie etwas dazu lerne, nie aktiv mit dieser Sprache in Kontakt komme. Ich kenne sie von meinen Eltern, aber die haben ihre Sprache aus einer anderen Zeit. Rede ich mit meinem Cousin, der in diesem Land wohnt, verstehe ich manchmal Teile des Gesprächs nicht, weil das Vokabular aus Bereichen kommt, über die ich weniger mit meinen Eltern unterhalte oder er benutzt Wörter, die zu „neuzeitig“ sind, als dass meine Eltern sie benutzen würden.
Ich kenne dieses Land eigentlich nicht. Wie oft war ich da? Fünfmal vielleicht? In den letzten zehn Jahren genau einmal, als ich jünger war, öfter. Ich kenne nur das Stückchen Kultur und  Sprache, was mir meine Eltern mitgegeben haben. Aber ich sehne mich so nach diesem Land, ich sehne mich so sehr danach es besser kennenzulernen, meine Sprache zu verbessern, alles dort zu sehen und vielleicht sogar zu verstehen. Ich weiß nicht, woher diese Sehnsucht kommt. Aber sie ist da und manchmal ist sie so unerträglich, weil ich doch weiß, dass es mir nie vollständig gelingen wird, sie zu erfüllen.
Es fällt mir so schwer, dass zu vereinen. Dieses Deutsche und dieses aus dem anderen Land.
Mir ist schon klar, dass es ein von mir selbst erzeugtes Problem ist. Zurzeit ist es aber real, obwohl ich es selber gemacht habe.
Ich kann einfach nicht sagen, dass ich Deutsch bin. Ich bin das nämlich nicht. Ich fühle mich nicht so. Obwohl es in meinem Pass steht. Aber ich kann mich nicht mit einer Identität identifizieren, zu oft sehe ich Unterschiede zu meiner „ursprünglichen“, gewohnten Kultur. Zu oft sehe ich dieses Negative hinsichtlich des Landes aus dem ich komme. Aber noch weniger kann ich sagen, dass ich aus diesem anderen Land komme.
Das heißt, ich gehöre irgendwie nirgendwo dazu. Und das habe ich letztendlich selbst entschieden. Ich leide unter dieser Entscheidung, aber gerade kann ich mich auch nicht einfach umentscheiden.
Vielleicht ist es gut so. Ich bin eine Bürgerin der Welt. Wieso einem Land, einer Kultur zugehörig fühlen, wenn man sich auch sich selbst zugehörig fühlen kann. In der Theorie ist das wunderbar. Aber in der Praxis ist das ganz schön schwer zu erreichen.
Und was mach ich damit, mit dieser gespaltenen Identität. Mit der eigentlich gar nicht vorhandenen Identität.

Ich als Vegetarierin

Ja, ich bin also Vegetarierin. Fühlt sich komisch an, das zu schreiben, nachdem ich so viele Jahre eher abgeneigt von dieser Ernährungsweise war.  Doch dann wurde ich wohl bekehrt oder so. Jetzt bin ich es also – Vegetarierin.

Wie es dazu kam
Dem Konzept des Vegetarismus stand ich – wie gesagt – früher immer sehr skeptisch gegenüber. Ich war überzeugt davon, dass ein Mensch Fleisch braucht (die Steinzeitmenschen als meine `großen Vorbilder und Lehrer im richtig und natürlich leben´ haben es doch gegessen). Ich dachte, es ist einfach gegen die Natur des Menschen, auf ein Lebensmittel wie Fleisch zu verzichten.
Zahlreiche Lektüre über diese Thematik wie zum Beispiel `Anständig essen. Ein Selbstversuch` von Karen Duve oder `Ich bin dann mal vegan – Glücklich und fit und neben bei die Welt retten` von Bettina Henning (ich weiß, das sind wunderbare Namen) haben mir dann wohl irgendwann mit Unterstützung des wohlbekannten Internets und einiger Recherchen meinerseits in diesem, die Augen geöffnet.
Allmählich habe ich mich also mit der Idee angefreundet, kein Fleisch zu essen, habe dann irgendwann gefastet und danach einfach nicht wieder angefangen Fleisch zu essen. Das war eine aktive Entscheidung, es ist nicht einfach so passiert.

Meine Beweggründe
Meine Beweggründe liegen keinesfalls in meiner Tierliebe. Auch habe ich nicht generell etwas dagegen Tiere zu essen,  finde aber, dass die Art, wie heute Fleisch regelrecht `abgebaut´ wird, (für mich) ethisch nicht vertretbar ist und niemanden – nicht den Tieren und auch keinesfalls den Menschen – in irgendeiner Weise Gutes tut oder hilf. Dass die Tiere in Massentierhaltung kein natürliches, freies Leben leben können, ist offensichtlich. Daran ändert auch Bio nichts. Aber eigentlich noch viel größere Auswirkung hat solche Massentierhaltung auf unseren Planeten – die Zerstörung von Regenwäldern, die dabei ausgestoßene Menge an Kohlenstoffdioxid, das von Rindern freigesetzte Methan, die Abfälle und auch die Ausscheidungen der Tiere, die unsere Umwelt und vor allem auch das Wasser verschmutzen, der Transport und die weitere Abholzung der Regenwälder für die Anpflanzung von Soja und ähnlichen Pflanzen, die als Futter dienen und mit denen die Tiere vollgestopft werden, usw. Diese Aufzählung kann noch endlos weitergehen. Zudem werden die Tiere mit Antibiotika vollgespritzt, dass wir dann in größerer Menge zu uns nehmen. In Fischen befindet sich heutzutage  Mikroplastik, welches diese unbemerkt verschlucken und das wir wiederum in größerer Menge zu uns nehmen. Und und und.
Außerdem – kein Fleisch und kein Fisch zu essen führt nicht zwangsläufig zu einer Mangelernährung. Menschen als Allesfresser (nicht Fleischfresser!) haben einen Magen, der sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel verdauen kann. Das ist bei Raubtieren (Fleischfresser!) oder Pflanzenfressern anders. Das heißt, unser Magen passt sich an – er verdaut, was er bekommt, das, was gerade verfügbar ist.
In früheren Zeiten gab es keine große Auswahl – Fleisch und Fisch sind sehr nährstoffreiche Lebensmitteln und waren teilweise überlebenswichtig. Selbst eine kleine Menge versorgte teilweise schon genug mit den gebrauchten Nährstoffen.
Heutzutage brauchen wir das gar nicht mehr – wir können nahezu alles essen, was wir wollen. Mit ein wenig Wissen und einer einigermaßen ausgewogenen Ernährung ist eine vegetarische Ernährung keineswegs gesundheitsschädlich. (Nein, es gibt sogar Studien, wie zum Beispiel in ´The China Study´ von T. Collin und Thomas M. Campell vorgestellt, die besagen, dass tierische Lebensmittel Herzkrankheiten, Krebs und andere ´westländische` Krankheiten verursachen. Diese propagieren sogar eine vegane Ernährungsweise, aber das nur nebenbei.)

Reaktionen

Meine Eltern war jetzt nicht so begeistert als sie meinen Entschluss gehört hatte. Die ganzen fehlenden Nährstoffe, die ich doch brauche und auch, dass ich nicht nur kein Fleisch, sondern auch kein Fisch esse, fanden sie sehr besorgniserregend. Da ich aber alt genug bin um selbst zu entscheiden, was ich esse, haben sie sich mittlerweile damit abgefunden. Trotzdem ist es mein Vegetariersein, das Schuld an jeglicher Krankheit ist.
Meine Oma hat es ziemlich gefasst aufgenommen, war aber trotzdem erstmal sehr unsicher, was sie mir denn jetzt zu essen machen soll. Diese für sie äußerst schlimme Problematik hat sie mit YouTube gelöst – das hat sie gerade für sich entdeckt und benutzt es vor allem um Rezepte zu finden und vor allem mir vegetarische Alternativen zu kochen. Das schätze ich sehr und bin ihr wirklich sehr dankbar dafür.
Weiteren entfernten Mitglieder meiner Familie aus der älteren Generationen muss ich erstmal erklären, was es überhaupt heißt, vegetarisch zu leben. Einige sind erstaunt, dass ich nicht nur kein Fleisch, sondern auch kein Fisch esse. Andere denken ich würde  mich ganz ohne tierische Lebensmittel ernähren. Sonst sagen mir die meisten bei jedem einzelnen Treffen, dass ich doch Fleisch essen müsste oder zumindest Fisch. Die meisten solcher Bemerkungen ignoriere ich einfach zwangsläufig.
Alle sonstigen Bekannten oder Freunde aus ´meiner´ Generation reagieren so, wie man nun mal darauf reagiert, wenn man es kennt – gelassen, eigentlich eher uninteressiert. Manche fragen nach, ob mir die Tiere leid tun oder teilen mir mit, dass sie nie und nimmer ohne Fleisch überleben könnten – ihr Serrano-Schinken sei ihnen letztendlich doch zu wichtig. Die wenigsten interessieren sich wirklich dafür, wieso ich mich dafür entschieden habe und obwohl ich es wirklich gerne erklären würde, versuche ich es einfach dabei zu belassen – man möchte sich ja nicht aufdrängen. Aber all das ist in Ordnung, ich akzeptiere und toleriere es vollkommen, wenn man Fleisch und Fisch isst. Ich will niemanden bekehren oder umstimmen – der Entschluss vegetarisch zu leben muss von einem selbst kommen.

Alltag
Hier in Deutschland ist es sehr einfach auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Überall gibt es immer eine Alternative, selbst bei McDonalds gibt es einen vegetarischen Burger. Das ist in anderen Ländern nicht so, da ist es deutlich schwieriger und unbequemer auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Tatsächlich habe ich auch gar kein Verlangen nach Fleisch, im Gegenteil – je länger ich ohne Fleisch und Fisch auskomme, desto weniger möchte ich es essen. Ich finde es nicht abstoßend, nur brauche ich es einfach überhaupt nicht und fühle mich gut so, wie es ist. Das einzige, ziemlich kleine Problem ist der Verzicht auf Gelatine. Gummibärchen findet man hier sehr einfach ohne diese, aber in Kuchen oder sonstigen ´süßen´ Lebensmittel, ist mir oft nicht bewusst, dass da jetzt Gelatine drin sein könnte oder ich bin mir unsicher, ob das der Fall ist, wodurch ich dann darauf verzichten muss. Das passiert aber nur äußerst selten.
Irgendwelche Mangelerscheinungen oder sonstiges zeigen sich bei mir nicht und auch sonst hat sich mein körperliches Wohlbefinden – soweit ich das beurteilen kann – nicht verändert.

Fazit
Es klappt also gut bei mir, das Vegetarier sein. Ich habe mir aber vorgenommen, das dieser Verzicht mir nicht im Weg stehen soll. Gelange ich irgendwann in irgend eine Situation, wo es für alle Beteiligten sehr umständlich sein wird, dass ich vegetarisch lebe, werde ich überlegen, ob ich in dieser (und nur in dieser) Situation doch diese Ernährungsweise einmal breche, obwohl ich absolut kein verlangen danach spüre. Sonst habe ich aber nicht vor irgendwann einfach damit aufzuhören, vegetarisch zu leben.
Viele Vegetarier steigen irgendwann mal in die vegane Ernährungsweise um. Das kann ich mir im Moment gar nicht vorstellen, da es dabei wirklich schwierig ist, sich gesund zu ernähren. Dafür fühle ich mich zurzeit nicht sicher genug, was die richtige Ernährungsweise und richtigen Lebensmittel betrifft.

Klassiker, die ich irgendwann in diesem Leben lesen möchte

Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit Büchern der Weltliteratur, denn ich denke es ist wichtig diese Geschichten zu kennen, die sich über so viele Generationen und so viele Jahre behauptet zu haben. Und solche Klassiker sind letztlich auch Zeitzeugen, die mir persönlich bereits so viel über vergangene Zeiten erzählt haben und mir immer wieder Denkanstöße geben, die mich zur Weiterbildung animieren. Deswegen lese ich Klassiker und deswegen will ich noch mehr Klassiker lesen.
Allerdings habe ich verhältnismäßig noch nicht viele Klassiker gelesen und will viele, noch sehr viele lesen. Das ist also der Grund für diese Liste. Es gibt kein Datum, nichts, woran ich mich halten muss; die Liste hilft mir einfach nur den Überblick zu behalten. Ich werde versuchen, diese Liste so aktuell wie möglich zu halten, meine gelesenen Bücher zu markieren und gegebenenfalls neue hinzufügen

Die Bibel (fraglich ob man sie als Klassiker bezeichnen kann, aber irgendwann will ich sie gelesen haben)
Böll, Heinrich – Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Bronte, Charlotte – Jane Eyre
Bronte, Emily – Sturmhöhe
Dante – Die göttliche KomödieDickens, Charles – Große Erwartungen
Dostojewski, Fjodr – Schuld und Sühne
Dostojewski, Fjodr – Weiße Nächte
Douglass, Frederick – Mein Leben als Sklave in Amerika
Döblin, Alfred – Berlin Alexanderplatz
Dumas, Alexandre – Die drei Musketiere
Elliot, George – Middlemarch
Ende, Michael – Momo
Fitzgerald, F. Scott – Der große Gadsby
Flaubert, Gustave – Madame Bovary
Fontane, Theodor – Effi Briest
Frisch, Max – Homo Faber
Gogol, Nikolai – Die toten Seelen
Goethe, Johanna Wolfgang von – Faust
Grass, Günther – Blechtrommel
Hemingway, Ernest – Wem die Stunde schlägt
Hesse, Hermann – Der Steppenwolf
Hugo, Victor – Der Glöckner von Notre Dame
Hugo, Victor – Die Elenden
Huxley, Aldous – Schöne neue Welt
Joyce, James – Ulysses
Kafka, Franz – Der Prozess
Knowles, John – Ein anderer Frieden
Kundera, Milan – Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Lermontiv, Mikhail – Ein Held unserer Zeit
Mann, Klaus – Mephisto
Mann, Thomas – Buddenbrocks
Mann, Thomas – Der Zauberberg
Mann, Thomas – Lotte in Weimar
Mann, Thomas – Joseph und seine Brüder
Marlowe, Christopher – Doktor Faustus
Melville, Herman – Moby Dick
Mitchell, Margaret – Vom Winde verweht
Nabokov, Vladimir – Lolita
Nadolny, Sten – Die Entdeckung der Langsamkeit
Plath, Silvia – Die Glasglocke
Puschkin, Alexander – Eugen Onegin
Remarque, Erich Maria – Der schwarze Obelisk
Shakespeare, William – Viel Lärm um Nichts
Shelley, Mary – Frankenstein
Süskind, Patrick – Das Parfüm
Swift, Jonathan – Gullivers Reisen
Tolstoi, Lew – Anna Karenina
Tolstoi, Lew – Krieg und Frieden
Wilde, Oscar – Das Bildnis des Dorian Gray
Withman, Walt – Grasblätter
Zweig, Stefan – Verwirrung der Gefühle

 

Gute Bücher 2018 Teil 1

Meine Gute Bücher „Reihe“ tatsächlich schon in die zweite Runde. Nach den Empfehlungen aus 2017 (Teil 1 und 2) kommt jetzt der erste Teil aus 2018.
Hier kommen sie nun – meine Höhepunkte aus dem ersten Halbjahr dieses Jahres:

Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque spielt während des 1. Weltkriegs und behandelt grob gesagt die Geschichte eines jungen Soldaten, der freiwillig, wohl auch weil das alle in seiner Schule so machen und der Lehrer es propagiert, den Wehrdienst antritt und an der Westfront kämpft. Es wird von seinen Erlebnisse, Erfahrungen und Beweggründen berichtet, aber vor allem auch über seine Emotionen. Die Schrecken des Krieges, das Leid an den Fronten und in dem Land selber geschieht sind hier (sofern ich das als Kind des 21.Jahrhunderts beurteilen kann) sehr realistisch und emotional, packend, interessant dargestellt. Nichts umsonst ist dieses Buch eins der meistgelesenen und gelobten Büchern der Weltliteratur. Ich habe es als Literaturwerk sehr genossen, aber andererseits auch sehr gelitten – mit den Charakteren und vor allem auch den reellen Opfern des 1. Weltkrieges.
Auch empfehlenswert von E. M. R. ist übrigens sein Roman über den 2 Weltkrieg – Die Nacht von Lissabon. Dieser konzentriert sich aber mehr auf eine einzelne Geschichte als ´Im Westen nichts Neues´ tut.

Rico, Oskar und die Tieferschatten von Andreas Steinhöfel steht hier stellvertretend für die ersten drei Bände (den vierten habe ich leider noch nicht gelesen. Diese Reihe handelt von Rico, der – wie er selbst sagt – tiefbegabt und Oskar, der hochbegabt ist. Die beiden freunden sich an und erleben einige Abenteuer und lösen einige Probleme, wie es für Kinderromane nun mal üblich ist. Als Kind hatte ich schon mal versucht den ersten Teil zu lesen, fand das erste Kapitel aber unsagbar komisch und dumm, weswegen ich es dann auch nicht weiter verfolgt habe. Danach habe ich aber andere Bücher von Andreas Steinhöfel gelesen, die mir allesamt wirklich sehr gefallen haben (Anders, Dirk und ich, Die Mitte der Welt,…) und habe dann aus einem Gefühl heraus entschlossen, es nochmal mit diesem Buch zu versuchen. Und siehe da – es hat mir gefallen! Sehr sogar. Ich kann gar nicht sagen wieso, es ist einfach nur dieses gute, positive Gefühl, das in mir aufkommt, wenn ich an diese Geschichte denke. Also ja, es ist ein Kinderbuch, aber es ist ein gutes Kinderbuch. So gut, das man es auch in etwas älteren Jahren noch mit viel Freude lesen kann.

Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling ist ein Erlebnisbericht von seiner (Pilger)reise auf dem Jakobsweg. Ich, als absoluter Fan von solchen Reiseerfahrungsberichten, musste dieses Buch als wohl bekanntestes seiner Art (zumindest in Deutschland) natürlich auch irgendwann lesen (bzw. hören). Es hat einfach alles, was so ein Buch braucht – den (überaus interessanten) Reisebericht an sich, die innere Entwicklung, Anekdoten,…  und alles in ein bisschen Witz und Charme verpackt. Sehr empfehlenswert.

Der Wendepunkt von Klaus Mann ist eine Autobiografie über die ich hier schon berichtet habe. Klaus Mann schreibt sehr eloquent, es ist ein reines Vergnügen allein diese Formulierungen zu lesen. Natürlich ist auch sein Leben sehr interessant. Ein Mensch, der eine Weltreise Anfang des 20. Jahrhunderts zu macht, was ich mir äußerst mühselig vorstelle (aber natürlich als genauso interessant wie heute) und sich danach gezwungen sieht sein Heimatland zu verlassen, muss einfach ein interessantes Leben geführt haben. Und das hat Klaus Mann.

Bücher, die ich lesen möchte Nr.3

Kleiner Rückblick zu Nr.2:
Weihnachtserzählungen: eine Erzählung weiter, drei stehen noch aus
Die Zarin der Nacht: aussortiert, war mir definitiv zu langatmig/ langweilig
Der Herr der Ringe – Die Wiederkehr des Königs: noch nicht einmal angefangen
1984 – gelesen, für sehr interessant empfunden (interessant ist nicht gleich gut)
Die Rückkehr des Sherlock Holmes – ebenfalls noch nicht angefangen, die letzte Zeit war nicht so passend für Sherlock Holmes
Das himmelgraue Poesiealbum der Mascha Kaleko – gelesen, für absolut lesenswert empfunden

So, Nr. 3 ist sozusagen ein kleiner `Sommer-Special` mit ganzen 8 Büchern. Davon ist eins schon seit dem ersten Beitrag dabei. Aber das kriege ich schon hin.

Weihnachtserzählungen von Charles Dickens. Schon seit Oktober 2017 Bestandteil dieses Formats. So lange schon. Dickens zu lesen fällt mir unheimlich schwer. Ich weiß nicht woran es liegt, es ist nicht unbedingt die etwas altertümliche Sprache. Aber es ist eigentlich schon sehr peinlich, dass ich es nicht schaffe dieses nicht allzu anspruchsvolle Büchlein zu beenden. Das ist auch schon alles. (Mir fällt es übrigens nicht schwer Weihnachtsgeschichten im Sommer zu lesen.)

Der Herr der Ringe – Die Wiederkehr des Königs von J. R. R. Tolkien. Schon zum zweiten Mal dabei. Dabei nehme ich mir schon seit Jahren vor, diese Trilogie zu beenden. Es ist nicht so, dass Der Herr der Ringe mir nicht gefallen würde. Nein, aber es ist dennoch sehr intensiv und definitiv nichts für Zwischendurch. Wenn ich mich nicht richtig in die Geschichte stürzen kann, macht es mir auch kein Spaß sie zu lesen. Richtig intensiv und nicht eher so zwischendurch lese ich eigentlich fast nie und das ist wohl der Grund für dieses lange Aufschieben. Allerdings habe ich den ersten und zweiten Teil im Sommer am Strand gelesen, was mir erstaunlich gut gelungen ist. Das ist aber auch schon zwei Jahre her.

Die Rückkehr des Sherlock Holmes von Arthur Canon Doyle. Ebenfalls schon bekannt. Immer wenn ich das Buch in die Hand nehme, bekomme ich richtig Lust zu es zu lesen. Nur leider lese ich da immer was anderes und vergesse Sherlock, wenn ich mit dem anderen Buch fertig bin. Aber Sommer und Sherlock Holmes passen bei mir sehr gut zusammen.

Der Wendepunkt: Ein Lebensbericht von Klaus Mann. Das lese ich zurzeit. Sehr interessante Lektüre. Autobiographien finde ich im Allgemeinen sehr interessant und es ist natürlich nochmal lesenswerter, wenn sich die Geschehnisse rund um eine bekannte Familie (in diesem Fall, die Manns) und für die Geschichte in einer höchst brisanten Zeit abspielen. Außerdem ist Klaus Mann eine höchst interessante Persönlichkeit. Ich hab zwar noch ein Stück vor mir, aber trotzdem gebe ich schon einmal voreilig eine große Leseempfehlung ab.

Väter und Söhne von Iwan Turgenjew. Ich weiß ehrlich gesagt nicht so wirklich, worum es hier genau geht. Aber es ist ein Stück Weltliteratur und deswegen denke ich, dass es sich unbedingt lohnt, es zu lesen. Wir werden sehen, wie ich damit zurecht komme.

Die Blechtrommel von Günter Grass. Meine Ausgabe ist von 1979, das heißt sie sieht auch dementsprechend aus. Aber ich mag zerlesene Bücher mit mehr Geschichte als nur die der Buchstaben. Auch hier wieder – Weltliteratur. In diesem Fall (im Gegensatz zu dem aus Russland stammenden Turgenjew) aus Deutschland.

Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley. Diesen Schatz habe ich in einem Bücherschrank gefunden. Es ist ein ziemlicher Brocken und eigentlich gar nicht mehr so ganz mein Gebiet, von Fantasy habe ich mich eigentlich schon vor Jahren entfernt. Nichtsdestotrotz ist es ein Versuch wert. Und wenn es mir nicht gefällt, stelle ich es einfach wieder zurück. (Es sind übrigens ca. 1100 dicht bedruckte Seiten. So etwas habe ich auch noch nicht gelesen…)

Ausgewählte Märchen von Alexander Puschkin. Mit ihm konnte ich mich noch nie so recht anfreunden. Meine Ausgabe ist ehrlich gesagt für Kinder. Das muss schon irgendwie funktionieren.

Eigentlich bin ich doch glücklich oder auch die anderen Phasen

Eine Freundin sagte mir heute: „Eigentlich bin ich doch so glücklich. Aber manchmal versinke ich so sehr in Selbstmitleid, dass ich das vollkommen vergesse. Ich sollte damit aufhören. Unbedingt.“
Und da habe ich gedacht: Bin ICH auch glücklich? Merke ich das manchmal einfach nur nicht? Denn ohne Zweifel habe ich Phasen, in denen ich überaus glücklich bin und zufrieden und erfüllt. In denen mir die anderen Phasen meines Lebens unwirklich und übertrieben erscheinen. Aber wenn ich mich in solch einer anderen Phase befinde, geht es mir schlecht. Wirklich schlecht.
Ist das nur Selbstmitleid, nur eine von mir eigens für mich inszenierte Show? Steigere ich mich einfach zu sehr darein? Oder ist es real? Bin ich in diesen anderen Phasen wirklich unglücklich? Und wenn ja, bin ich dann als ganzer Mensch mit all meinen Phasen unglücklich? Nur weil es diese anderen Phasen gibt, in denen ich es bin?

Lyrik

Ich weiß nicht, wie lange ich mir schon vornehme, es mit Gedichten zu versuchen.
Sie zu lesen. Sie zu schreiben.
Denn eigentlich bin ich ein großer Fan von Lyrik. Zumindest von dem Teil, den ich kenne. Dieser ist zwar nicht besonders groß, aber erlaubt mir ein wages (und bestimmt falsches) Urteil über diese Welt zu bilden.
Ich weiß, dass ich Erick Kästners Gedichte sehr mag. Allerdings mag ich eigentlich alle Texte von Erich Kästner, weshalb dieser Punkt wohl nicht weiter verwunderlich ist.
Ich weiß auch, dass ich zeitgenössische Gedichte allen anderen vorziehe.
Und dass ich Gedichte, die eine Geschichte erzählen, sehr schätze.

Das ist eigentlich alles, was ich zu Gedichten zu sagen habe. Nicht viel, wie man sieht.

In meinem Leben habe ich vielleicht ein Dutzend Gedichte geschrieben und alle aus dem Versuch heraus klug und weise zu wirken. In dem Moment nicht vor anderen, sondern eher vor mir selbst.
Zwei dieser Gedichte finde ich ziemlich gelungen. Eins hing aus einem mir unbekannten Grund jahrelang an meiner Wand. Vor ein paar Monaten habe ich es abgenommen und mir versprochen, wieder mit dem Schreiben anzufangen.
Mit Geschichten und mit Gedichten.
Und das möchte ich tun, aber ich tue es nicht. (Wie so vieles anderes.)

Mir scheint, dass mir in den letzten Jahren sehr viel Kreativität abhanden gekommen ist. Vielleicht auch dadurch, dass ich nichts mehr geschrieben habe.
Man braucht zum Schreiben im Grunde genommen keine Kreativität, kein Ideenreichtum.
Man muss mit Sprache umgehen können, das ist wichtig. Aber dann kann man über einen Schrank schreiben und es kling gut. Kreativität ist dabei nur zweitrangig.
Aber sie war früher immer die Basis aller meiner Texte, aller meiner Geschichten.

Hass?

Ich glaube fest daran, dass niemand fähig wäre einen Menschen zu hassen, wenn er ein Einblick in sein Inneres, seine Gedanken, sogar nur sein Leben bekommen würde

Ich glaube auch nicht, dass jemand etwas Böses tut um etwas Böses zu tun. (Natürlich spielt hierbei die Frage, was überhaupt böse ist auch eine wichtige Rolle, aber für den Moment reicht schwarz weiß aus.) Auch Böses, das zum eigenen Vorteil verhelfen soll, gibt es im großen Rahmen nicht.  Zumindest meiner Meinung nach. Vielmehr tut man Böses, weil man denkt, man würde damit Gutes erzeugen, sieht vielleicht das Böse gar nicht als solches an oder akzeptiert es als Nebeneffekt für eine Sache, die getan werden muss und in diesem Sinne auch gut ist.

Das ist eine große Überzeugung von mir. Kein Mensch ist böse. Keiner tut Böses um Böses zu tun. Vielleicht ist auch kein Mensch gut. Wer weiß.

In diesem Zusammenhang gibt es noch eine Sache, deren Existenz ich abspreche. Hass. Ich bin der festen Überzeugung, dass kein Hass auf dieser Welt existiert. Es gibt Verwirrung, Verwechslung, Vertuschung, Wut, Misstrauen, Missbrauch, Irrsinn, Irrungen, die den jetzigen Stand unserer Erde zufolge haben. Aber es gibt keinen Hass.

Vielleicht gibt es dann auch keine Liebe. Oder (was wahrscheinlicher ist) vielleicht ist Liebe gar nicht das Gegenteil von Hass. Vor allem, wie kann Hass ein Gegenteil haben, wenn er doch gar nicht existiert?

 

musste das mal gesagt haben, danke fürs zuhören. kann sein, dass hier alles gerade sehr unstrukturiert und unverständlich war, aber damit muss man leben. auch im echten leben, also ist es eigentlich vollkommen egal.